Kernvideo: Grundlagen zum Geburtsbild
Das Kernvideo zu dieser Lektion wird produziert. Bis dahin steht hier der Sprechtext.
Videoskript A-01 — Grundlagen zum Geburtsbild
Szene 1 — Ein Blick zum Himmel
BILD: Nachthimmel über einer Stadt, darüber blendet langsam ein Radix-Kreis ein
Stell dir vor, du könntest den Himmel anhalten. Genau in dem Moment, in dem du geboren wurdest. Genau an dem Ort, an dem du zur Welt kamst. Was du dann siehst, ist dein Geburtsbild.
Viele sagen dazu Horoskop. Die AstroPolarity-Lehre von Peter-Johannes Hensel sagt bewusst: Bild. Denn ein Bild betrachtet man. Man liest es. Und genau das lernst du in diesem Kurs.
In dieser ersten Lektion schauen wir uns an, woraus so ein Bild besteht. Und wir lernen die eine Regel kennen, die alles zusammenhält.
Szene 2 — Komplex, aber lesbar
BILD: Radix mit allen Planeten, Aspektlinien, sehr voll — dann werden Linien ausgeblendet, bis nur der Grundkreis bleibt
Ein Geburtsbild ist ein komplexes Gebilde. Viele Merkmale, viele Verhältnisse zueinander. Hensel nennt es einen Spiegel des Lebens. Und das Leben ist genauso komplex.
Wer es durchschauen will, muss vereinfachen. Das ist der erste Grundsatz der APL: Reduzierung auf das Wesentliche. Das ist keine Verflachung. Je einfacher die Methode, desto klarer die Aussage. Nicht wie viel du weißt, zählt. Sondern was du weißt.
Szene 3 — Wie genau muss die Geburtszeit sein?
BILD: Geburtsurkunde, Uhrzeit hervorgehoben; daneben Textkarte „hinreichend genau"
Vielleicht fragst du dich: Meine Geburtszeit kenne ich nur ungefähr. Reicht das?
Die Berechnung übernimmt heute ein Programm. Aber auch das liefert kein hundertprozentig exaktes Bild. Denn die Geburtsangabe selbst ist selten minutengenau. Hensel sagt dazu: Es wäre absurd, die Berechnung ins Extreme zu treiben, wenn schon die Angabe nicht genau ist. Was du bekommst, ist hinreichend genau für fundierte Aussagen. Also keine Sorge.
Szene 4 — Der Tierkreis
BILD: Tierkreisring, die zwölf Zeichen leuchten nacheinander auf, Widder beginnt links
Schauen wir auf den Aufbau. Der äußere Ring ist der Tierkreis. Zwölf Zeichen, jedes 30 Grad. Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann, Fische.
Der Tierkreis entspricht dem Lauf der Erde um die Sonne. Also dem Jahr. Hensel nennt das die jahreszeitliche Prägung. Sie hängt an deinem Geburtstag.
Szene 5 — Die Planeten
BILD: Radix, die zehn Planetenglyphen erscheinen an ihren Positionen im Ring
Im Tierkreis stehen die Planeten. Die APL arbeitet mit zehn. Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun, Pluto. Sonne und Mond zählen dabei als Planeten, auch wenn sie astronomisch keine sind.
Jeder Planet steht an einem bestimmten Grad in einem bestimmten Zeichen. Das ist die zweite Art von Bausteinen.
Szene 6 — Die Felder
BILD: Radix, die zwölf Felder werden innen eingezeichnet, Uhr läuft im Hintergrund von 0 bis 24 Uhr
Und dann gibt es die Felder. In vielen Büchern heißen sie Häuser. In der APL heißen sie Felder.
Die Felder entstehen aus der Uhrzeit und dem Ort deiner Geburt. Die Erde dreht sich in 24 Stunden einmal um sich selbst. Deshalb sagt Hensel: Das Feldersystem ist ein auf 24 Stunden verkleinerter Tierkreis. Das ist die tageszeitliche Prägung.
Erst die Verbindung von Jahr und Tageszeit macht dein Bild individuell. Alle Menschen mit deinem Geburtstag haben dieselben Zeichenstellungen. Die Uhrzeit macht den Unterschied.
Szene 7 — Die Grundregel
BILD: Textkarte „Zeichen = Planet = Feld", darunter „Widder = Mars = Feld 1"
Jetzt kommt die Regel, auf der der ganze Kurs aufbaut.
Die APL geht davon aus, dass der Tierkreis das ganze Leben widerspiegelt. Der Beginn des Tierkreises ist der Beginn des Lebens. Die zwölf Zeichen sind deshalb zwölf Lebensprinzipien.
Und jedes Lebensprinzip zeigt sich dreifach. Als Zeichen. Als Planet. Als Feld. Hensel sagt es ganz kurz: Widder gleich Mars gleich erstes Feld. Stier gleich Venus gleich zweites Feld. Und so weiter bis Fische gleich Neptun gleich zwölftes Feld.
Szene 8 — Zwei Planeten, doppelt vergeben
BILD: Tabelle der zwölf Prinzipien, Venus und Merkur farbig hervorgehoben, daneben „Stiervenus / Waagevenus", „Zwillingsmerkur / Jungfraumerkur"
Dir fällt vielleicht auf: Zehn Planeten, zwölf Zeichen. Das geht nicht auf. Deshalb werden zwei Planeten zweimal vergeben. Venus gehört zu Stier und Waage. Merkur zu Zwillinge und Jungfrau.
Damit es eindeutig bleibt, sagt die APL nie einfach Venus. Sie sagt Stiervenus oder Waagevenus. Und beim Merkur: Zwillingsmerkur oder Jungfraumerkur. Welche Natur in deinem Bild wirkt, lernst du später zu bestimmen.
Szene 9 — Der Aszendent
BILD: Radix, Aszendent leuchtet links auf; daneben zwei Haufen Bauklötze, blau-eckig und grün-rund
Zwei Punkte im Bild sind besonders wichtig. Der erste ist der Aszendent. Das ist der Punkt, der zur Geburtszeit im Osten aufsteigt. Im Bild liegt er links. Er ist die Spitze von Feld 1.
Hensel nennt den Aszendenten die Uranlage. Das Baumaterial, das du für dein Leben mitbekommen hast. Stell dir vor, ein Mensch bekommt blaue, eckige Bauklötze. Ein anderer bekommt grüne Kugeln. Beide können bauen, was sie wollen. Eine Brücke, ein Krankenhaus, ein Hochhaus. Aber beim ersten wird alles blau und eckig. Beim zweiten alles grün und rund.
Das Baumaterial ist nicht änderbar. Wie die Augenfarbe. Was du daraus baust, ist frei. Zwölf Zeichen, zwölf Baumaterialien.
Szene 10 — Das Medium Coeli
BILD: Radix, MC leuchtet oben auf; Bogen vom Aszendenten zum MC
Der zweite Punkt ist das Medium Coeli, kurz MC. Die Himmelsmitte. Denk dir vom Geburtsort eine Senkrechte in den Himmel. Wo sie den Tierkreis trifft, liegt das MC. Im Bild oben, Spitze von Feld 10.
Der Aszendent ist das, womit du antrittst. Das MC ist das, was du daraus machst. Die Bedeutung, die dein Leben erlangt. Das Ergebnis am Ende des Weges. Und das kann man mitten im Leben noch nicht abschätzen.
Hensel sagt: Diesen Zusammenhang zwischen Aszendent und MC darfst du bei keinem Geburtsbild aus den Augen verlieren.
Szene 11 — Schnell und langsam
BILD: Tierkreisring, Planeten laufen in unterschiedlichem Tempo im Kreis; Textkarte mit Umlaufzeiten
Noch eine Sache, die du für später brauchst. Die Planeten laufen unterschiedlich schnell.
Die Sonne braucht für den Tierkreis ein Jahr. Einen Monat je Zeichen. Der Mond nur einen Monat. Zweieinhalb Tage je Zeichen. Merkur und Venus laufen ungefähr wie die Sonne. Mars braucht anderthalb Jahre. Jupiter zwölf Jahre. Saturn fast dreißig. Uranus 84 Jahre. Neptun knapp 170. Und Pluto knapp 250 Jahre.
Saturn, Uranus, Neptun und Pluto sind die langsam laufenden Planeten. Sie stehen jahrelang im selben Zeichen. Beim Deuten bekommen sie später eine besondere Rolle.
Szene 12 — So lernst du
BILD: Textkarte mit drei Punkten: „Der Reihe nach", „Keine langen Lücken", „Bekannte Geburtsbilder anschauen"
Zum Schluss drei Empfehlungen von Hensel selbst. Erstens: Arbeite die Lektionen der Reihe nach durch. Springe nicht. Geh erst weiter, wenn du keine grundsätzlichen Fragen mehr hast.
Zweitens: Lass keine langen Lücken entstehen. Eine konstante, angenehme Dosis ist besser als ein Kraftakt.
Drittens: Schau dir von Anfang an Geburtsbilder von Menschen an, die du gut kennst. Das erhöht den Lerneffekt und dein Sicherheitsgefühl. Fremde Bilder kommen später.
Szene 13 — Merksatz
BILD: Textkarte mit dem Merksatz, darunter „Weiter zum Selbsttest"
Merk dir für heute: Ein Geburtsbild besteht aus Zeichen, Planeten und Feldern. Und alle drei sind Erscheinungsformen derselben zwölf Lebensprinzipien.
Prüf dein Wissen jetzt im Selbsttest. Danach geht es los mit dem ersten Lebensprinzip: Widder, Mars, Feld 1.